Applikation und Methodik für Gedankentechnik meets Psychotherapie im Kontext von Depressionsbewältigung: Mnemo erforscht die digital-räumliche Dimension der „Method of Loci“ als möglichen Baustein eines psychotherapeutischen Assistenz-Tools zur Unterstützung bei Depressionen. Im Zentrum steht ein spekulativer Möglichkeitsraum zwischen Mnemotechnik, Therapie und digitalen Interfaces: Welche Architekturen, Bilder, Ästhetiken und Navigationsformen fördern Erinnerung? Unter therapeutischer Begleitung werden sensorisch dichte autobiografische Erinnerungen ausgewählt, vertieft und in einer App in einem digitalen Gedankenpalast entlang einer einprägsamen Route verankert. Das mentale Durchschreiten dieses Raums erleichtert den Zugang zu positiven Sinneseindrücken und stärkt eine Erinnerungsfähigkeit, die bei Depressionen häufig eingeschränkt ist.
https://julianspath.com/project-mnemo
Julian Spath ist ein multidisziplinärer Designer mit Schwerpunkt auf experimentellen räumlichen Gestaltungen. Seit 2015 arbeitet er freiberuflich in den Bereichen Grafik, Druck und Fotografie. Ab 2016 erweiterte er sein Tätigkeitsfeld um Ausstellungsdesign, Messebau und die konzeptionelle Planung von Games‑ und Subkulturevents wie der Indie Arena Booth. Seit 2018 engagiert er sich zudem als freie Mitarbeiter in Leerstands‑Kunstprojekten. Zwischen 2020 und 2022 war er im Bereich Game Development und Leveldesign für hybride Games‑Exhibitions tätig. 2024 schloss er seinen Bachelor in Integrated Design an der Köln International School of Design ab; sein Abschlussprojekt Mnemo verband dabei immersive Räume, interaktive Gestaltung und psychologische Ansätze zur Depressionsbewältigung, um spielerische Erfahrungen als therapeutische Schnittstelle zu erkunden.
julianspath.com

