Kunst- und Wunderkammern wurden seit der Renaissance nicht nur in weltlichen Palästen, sondern auch in Klöstern eingerichtet. Sie vereinten verschiedene Objekte aus Naturgeschichte, Kunst, Technologie und Religion. Als Orte des Staunens und Wissens dienten sie u. a. der Repräsentation sowie der Forschung und bereiteten zudem ästhetisches Vergnügen. In den letzten 50 Jahren sind viele solcher Kunst- und Wunderkammern von Museolog_innen und Künstler_innen rekreiert worden. Künstliche Intelligenz bietet diesen Reimaginationen von Wunderkammern neue Möglichkeiten, stellt die Künstler_innen aber auch vor Herausforderungen. Im Talk wird dies anhand der bei happy Palace ausgestellten Arbeiten von Markus Wintersberger aus dem Art & Science-Projekt GöttwAIg – Wunderkammer(21). Barock digital erläutert. Viola Rühse ist Senior Researcher an der Plattform für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) an der Universität für Weiterbildung Krems. Zuvor leitete sie dort das Zentrum für Bildwissenschaften. Sie studierte Kunstgeschichte sowie Deutsche Sprache und Literatur an den Universitäten Hamburg und Wien. An der HGB Leipzig promovierte sie über Siegfried Kracauers Filmschriften. Sie forscht zu zeitgenössischer und moderner Kunst sowie Fotografie und Film. Darüber hinaus arbeitet sie als Fotografin und Kuratorin.

